22. DWZ Turnier in Wilster: 3 Hamelner holen 2 Pokale

Am 22. Juni richteten die Schachfreunde Wilster ihr 22. DWZ Turnier aus und machten ihrem Vereinsnamen (wie eine Familie) alle Ehre.Das Turnier war super organisiert, die Veranstalter total sympathisch, es hat uns dreien (Monika, Luis und mir) richtig Spaß gemacht. Es wurden 3 Partien mit 60 Minuten Bedenkzeit  und 30 Sekunden Inkrement ab dem 1. Zug gespielt. Luis und ich spielten in Gruppe 2 (Ranglistenplätze 5-9)  und Monika in Gruppe 12 (Ranglistenplätze 49-52). Zu den einzelnen Turnieren:
In Gruppe 2 spielte Achim sein geliebtes e4 und es kam eine komplizierte Variante der Aljechin Verteidigung aufs Brett. Luis verteidigte sich jedoch umsichtig und die Partie endete remis. In der 2. Runde hatten wir beide weiß, aber irgendwie schafften wir es nicht unsere Stellungen zu verwerten. In der letzten Runde spielten wir beide mit den schwarzen Klötzen und Achim konnte den Eöffnungsfehler seines Gegners ausnutzen, gewann nach 20 Zügen 2 Leichtfiguren gegen einen Turm und fand dann die einzige Variante, die den Gegner ins remis entwischen ließ. Aus Trotz knetete er ein total remises Turmendspiel noch 30 Züge, bis er es remis gab. Luis machte es besser und demonstrierte in einem Endspiel die Kraft des Läuferpaares gegen die armseligen Springer. Damit gewann Luis die Partie und die Gruppe.
In Gruppe 12 war Monika an 1 gesetzt und hatte dadurch 2-mal die weißen Klötze. In der 1. Runde gewann sie schnell einen Bauern, dann noch einen und da der Gegner nicht auch noch den 3. und 4. Bauern abgeben wollte, ließ er sich lieber mattsetzen. In den nächsten Partien demonstrierte uns Monika die ganze Bandbreite ihres schachlichen Niveaus. In Runde 2 hatte sie nach 10 Zügen 1 Figur mehr, und irgendwann hatte sie dann so viele Klötze mehr, dass sie trotz eines Dameneinstellers locker gewann. In Runde 3 bestrafte auch sie konsequent den Eröffnungsfehler ihres Gegners. Gleiches Muster: 10 Züge 1. Figur mehr, dann kurz danach einen Turm mehr, keinen Gewinnplan und der Turm wurde gegen den Freibauern gegeben. Diese Partie, die keinen Sieger verdient hatte, endete dann auch remis. Aber das Beste kam dann zum Schluss: Jetzt wurde der Turniersieg ausgeblitzt. Die 1. Partie verlor Monika mit schwarz, als sie im Endspiel KT, KT die Zeit überschritt und total genervt war. Aber dann bewies sie gute Nerven. In der 2. Biltzpartie wurde der Gegner förmlich „hingerichtet“. Monika spielte nach dem Motto man nehme, bis der Gegner nur noch den König hatte und setzte dann matt. Jetzt kam es zur Armageddon Partie in der die Farben ausgelost wurden. Monika hatte weiß und musste gewinnen. Sie hatte zwar sehr schnell wieder eine Figur mehr, aber bald auch weniger Zeit als ihr Gegner. Sie profitierte dann von einem unmöglichen Zug des Gegners, bekam die Minute die sie benötigte und setzte dnn stilvoll mit einer Unterverwandlung matt und gewann dadurch das Turnier.

Fazit: Ein tolles, wenn auch sehr anstrengendes Turnier mit 3 Partien an einem Tag bei gut 25 Grad. Da es nur 15 Minuten Pause zwischen den Partien gab, war Monika die in allen 3 Runden die längsten Partien in ihrer Gruppe spielte, danach völlig platt und so wurde es eine ruhige Heimfahrt. Wir werden bestimmt nicht das letzte Mal bei den Schachfreundenaus Wilster zu Gast gewesen sein.

Alle Ergebnisse finndet ihr hier: http://www.ergebnisse.schachfreunde-wilstermarsch.de/

 

3 Kommentare

  1. Hi, Achim,

    toller Bericht, und ich gratuliere zu Eurem tollen Erfolg.

    Indessen eine kleine Anmerkung: Eine gewisse Einhaltung der deutschen Rechtscheibregeln wäre wohltuend, ohnehin ist es so auf der HSV-Homepage, beste Grüße, der konservative

    Lothar

    1. Eine Frage: Ist die nachfolgende Bemerkung grammatikalisch völlig korrekt? Oder kann es sein, dass der Kommentar nicht ganz den Regeln der deutschen Sprache und den Anforderungen an ganze Sätze entspricht ?!
      Indessen eine kleine Anmerkung: Eine gewisse Einhaltung der deutschen Rechtscheibregeln wäre wohltuend, ohnehin ist es so auf der HSV-Homepage,

      Oder wie ist das mit dem Glashaus?!
      Nicht für ungut lieber Lothar

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