Hamelner Schach-Cracks erfolgreich beim La-Melle-Cup in Peine

Von Kai 15. September 2017 0 Kommentare News

Am 09. September zogen 7 Hamelner Schach-Recken aus, um ihre Kräfte erneut beim Schnellschach (9 Runden, 15 Minuten Bedenkzeit) zu messen. Es ging nach Peine, wo zum mittlerweile 23. Mal der La-Melle-Cup als Peiner Schnellschachturnier ausgetragen wurde. Ein beliebtes Turnier, nicht umsonst aufgrund der zahlreichen Preise, die es hier alle Jahre wieder zu gewinnen gibt.

Die Resonanz war dieses Mal allerdings mäßig. Das Turnier ist auf 120 Teilnehmer ausgelegt, doch weniger als 80 verirrten sich an diesem Samstag nach Peine. Insbesondere bei den Jugendlichen mussten Abstriche gemacht werden, denn zeitgleich fanden die norddeutschen Mannschaftsmeisterschaften und die Europameisterschaften in Rumänien statt.

Leider hatten es sich einige Schachfreunde auch kurzfristig anders überlegt und zogen es vor, nicht zu erscheinen, ohne sich abzumelden. Das sorgte gleich in der ersten Runde für etwas Verwirrung, denn drei Nichtanwesende wurden trotzdem ausgelost und drei Spieler durften sich über ein Freilos “freuen” … oder auch nicht. Leider erwischte es in der ersten Runde Kai, der gleich anfing auszurechnen, wie sich das auf seine Buchholzzahl auswirken würde.

Für Kai ein schlechtes Omen – es wurde nicht sein Turnier.

In der 2. Runde sollte es dann richtig drunter und drüber gehen. Ein Spieler hatte sich noch nachgemeldet und die drei Karteileichen sollten deaktiviert werden. Das klappte bei den Organisatoren allerdings nicht. Nach einer halben Stunde Hin- und Her-Probieren, war mittlerweile die erste Runde gelöscht und die Organisatoren hissten die weiße Fahne: “Rien ne va plus – nichts geht mehr. Wer kann helfen ?”.  Also mussten kurzerhand Andreas Helmer und Schachfreund Jürgen Garbuszus aus Peine Hand anlegen und die erste Runde wieder rekonstruieren und dann neu auslosen. Nach weiteren 20 Minuten dann die Entwarnung: Die 2. Runde steht. Nun konnte das Turnier endlich richtig beginnen und die Ergebnisse können sich insgesamt sehen lassen:

Platzierung Name Punkte Wertung
14. Igor Belov 6,0 1. Platz Seniorenwertung
23. Kai Renner 5,0
27. Jan Helmer 5,0 1. Platz U14-Wertung
32. Ole Reichelt 5,0 1. Platz U16-Wertung
40. Michael Krumschmidt 4,5
43. Andreas Gregor Poschadel 4,5 2. Platz DWZ unter 1600
53. Andreas Helmer 4,0

Hier der Link auf die Gesamttabelle: http://www.la-melle-cup.de/la-melle-cup-2017/rangliste-2017/

Unsere Jugend und unser einziger “Senior” konnten überzeugen.

Igor spielte ein klasse Turnier und brachte in der letzten Runde sogar GM Henrik Teske an den Rand einer Niederlage. Mit Qualle mehr drängte er auf den Gewinn, doch Teske verteidigte sich zäh und die Stellung verkomplizierte sich. Als dann die Zeit knapp wurde, wollte Igor den halben Punkt festhalten und nahm schließlich das Remis-Angebot seines Gegners in besserer Stellung an. Tolles Turnier.

Kai blieb leider unter seinen Erwartungen, hatte allerdings auch die schwerste Gegnerschaft, die in der Spitze mit GMs und IMs gespickt war.

Jan spielte ein schönes Turnier und konnte sich nach 6 Runden und 4,5 Punkten bis auf Tisch 4 vorarbeiten, an dem ihm dann allerdings IM Carsten Lingnau die Grenzen aufzeigte. 5 Punkte bedeuteten am Ende Platz 27 hinter Kai und den 1. Platz in der U14 Wertung.

Ole spielte ein sehr ordentliches Turnier und konnte sogar WFM Lara Schulze einen halben Punkt abknöpfen. Der 1. Platz in der U16 Wertung war der verdiente Lohn für diese Leistung.

Bei Michael wechselten sich wie gewohnt Licht und Schatten ab. Am Ende standen 4,5 Punkte auf dem Ergebniszettel und die Einschätzung, ein paar Punkte liegen gelassen zu haben.

Andreas Gregor spielte als unser Youngster gewohnt unbekümmert und lehrte einigen stärkeren Gegnern das Fürchten. Auch er konnte 4,5 Punkte erreichen und den 2. Preis in der Rating-Klasse U1600 und eine kleine Taschengeldaufbesserung.

Andreas spielte ein durchwachsenes Turnier mit 4,0 Punkten auf dem 53. Platz. Doch auch er ließ einige Punkte liegen, als er in guter Stellung Fehlzüge einstreute die zum Verlust führten. Doch er konnte sich am Ende noch für die Unterstützung der Turnierleitung durch eine nette Geste der Peiner freuen, als er das aktuelle Chessbase-Magazin überreicht bekam.

Insgesamt trotz der Aufregung in der 2. Runde ein tolles Turnier. Nette Peiner Schachfreunde, tolles Catering und an den Top-Brettern echtes Spitzenschach. Das kann sich sehen lassen. Vielleicht ist die Resonanz im nächsten Jahr wieder etwas größer, denn dieses Turnier hat es wahrlich verdient.

 

Fotos folgen …


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