Neue FIDE-Regel ab dem 1. Juli 2014

Gilt zwar erst ab nächster Saison – aber man kann sich schon darauf einstellen. Hier wohl die wichtigtsen Änderungen.

Was werden die Änderungen der FIDE-Regeln bringen? Beschluss des FIDE-Kongresses in Tallinn.

Anfang Oktober 2013 konnte der FIDE-Kongrtess in Tallinn nun endlich einen auch der FIDE-Führung genehmen Beschluss über die Änderungen der Laws of Chess verabschieden. Mit einer Zustimmung des Presidential Board wird gerechnet, so dass der Kongressbeschluss wohl am 1. Juli 2014 in Kraft treten kann. Die Übersetzung ins Deutsche wird allerdings noch bis ca. März dauern.

Das Verbot des Mitführens elektronischer Kommunikationsgeräte ist neu geregelt worden:
Es ist überhaupt verboten, dass ein Spieler ein elektronisches Kommunikationsgerät während der Partie im Turnierareal mit sich führt; es gibt keinen Vorbehalt der Erlaubnis des Schiedsrichters mehr. Ist es offensichtlich, dass ein Spieler ein solches Gerät mit sich führt, wird auf Partieverlust erkannt (unabhängig von der Mattmöglichkeit des Gegners). Das Turnierreglement kann hierfür aber auch eine andere Strafe vorsehen.

Der Schiedsrichter kann von einem Spieler verlangen, dass dessen Kleidung, sein Gepäck oder andere Gegenstände untersucht werden. Bei Verweigerung der Kontrolle kann der Schiedsrichter den Spieler bestrafen.

Die gravierendste Änderung betrifft die Folgen eines regelwidrigen Zuges im Schnellschach:
Bemerkt der Schiedsrichter einen regelwidrigen Zug, noch bevor der Gegner seinen nächsten Zug ausgeführt hat, greift er von Amts wegen ein und erklärt die Partie für den Spieler, der die Zeit überschritten hat, verloren. Auch der Gegner kann natürlich Gewinn wegen regelwidrigen Zuges reklamieren, solche er seinen eigenen Zug noch nicht ausgeführt hat. Bei fehlender Mattmöglichkeit ist die Partie remis. Unterbleibt ein Eingreifen des Schiedsrichters oder eine Reklamation des Spielers, wird die Partie fortgesetzt. Stehen allerdings beide Könige im Schach oder ist eine Bauernumwandlung nicht vollständig ausgeführt worden, und wird dies nicht mit dem nächsten Zug korrigiert, erklärt der Schiedsrichter die Partie remis.

– Die gleichen Regeln gelten auch im Blitzschach. Das heißt, dass auch hier der Schiedsrichter von Amts wegen eingreift, wenn er eine Zeitüberschreitung beobachtet.

1 Kommentar

  1. „Es ist überhaupt verboten, dass ein Spieler ein elektronisches Kommunikationsgerät während der Partie im Turnierareal mit sich führt; “

    Und was ist dann mit meiner elektronischen Fußfessel!? 😉

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