BL: Gronau I : Hameln III 3,5:4,5

Diesmal traten wir nur ohne 2  bei unserem Angstgegner in Gronau an.
Da auch noch Dirk krankheitsbedingt ausfiel spielten Peter Lorek und Gerd Backert bei uns. Ein großes Danke schön an Gerd, der sich ans Brett quälte und doch arg gehandicapt gewesen ist. Wenn wir geahnt hätten wie angeschlagen er war, hätten wir ihn gleich wieder nach Hause geschickt.
Doch nun zum Geschehen an den Brettern. Bereits nach 1,5 Stunden waren die ersten beiden Partien entschieden. Peter Lorek erzielte ein sicheres Weiß Remis und bei Jonas hatte ich den Eindruck dass er bei der 1. Mannschaft zugesehen hatte (Das Wunder von Hameln). So souverän eine völlige Verluststellung zu gewinnen, d. h. schon etwas. Nach 2 Stunden musste Achim bei vollem Brett ins remis einwilligen, da er deutlich schlechter stand (so ist das halt wenn man ohne jede Vorbereitung spielt). Wenig später musste Gerd seine Partie aufgeben, der sich sofort zur Verfügung gestellt hatte um der Mannschaft zu helfen, jedoch seinem Gesundheitszustand Tribut zollen musste. Dann passierte die nächsten 2 Stunden relativ wenig. Wolfgang hatte eine etwas bessere Stellung, Luis einen Mehrbauern und bei Henning und Michael waren alle Ergebnisse möglich.
In Wolfgangs Partie wurde vor der Zeitkontrolle viel Material getauscht und es entstand ein ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel, das dann auch mit der Punkteteilung endete. Dann  stellte Michael in hochgradiger Zeitnot die Partie ein und wir lagen 3,5:2,5 hinten. Sollte sich der Fluch von Gronau fortsetzen und wir wieder verlieren? Nein denn Luis brachte uns mit einer tollen Positionspartie zurück, Er bewies heute, dass er nicht nur mit offenen Visier gewinnen kann. Nach 20 Zügen hatte er einen Mehrbauern und demonstrierte dann feine Technik im Turmendspiel. Jetzt hing alles an Henning, der am 1. Brett konsequent angriff. Nach gut 4 Stunden war ein Endspiel mit ungleicher Materialverteilung auf der Platte, dass Henning sehr souverän behandelte und nach 6 Stunden war der Fluch von Gronau besiegt und wir hatten mit 4,5:3,5 Punkten gewonnen, gefühlt das erste Mal seit 10 Jahren. Jetzt sind wir im Mittelfeld der Tabelle angekommen, In 2 Wochen geht es dann gegen die Schachfreunde aus Bad Salzdetfurth um die Punkte.

SK Gronau : Hamelner SV 3
102  Helbing, Mathias (1940) 0 : 1 (1864) Wehrmann, Henning 304
103  Tenne, Fabian (1786) 1 : 0 (1623) Krumschmidt, Michael 308
104  Funke, Christian (1780) ½ : ½ (1846) Spieker, Hans-Joachim 307
105  Marks, Udo (1694) 0 : 1 (1777) Vieito, Luis-Maria 312
106  Heilmann, Matthias (1725) ½ : ½ (1730) Retzlaff, Wolfgang 315
107  Beulshausen, Ralf (1660) 0 : 1 (1713) Möller, Jonas 316
108  Dr. Fox, Dietmar (1622) ½ : ½ (1485) Lorek, Peter 338
113  Konopacki, Raymond (1647) 1 : 0 (1707) Backert, Gerhard 325

 

3 Kommentare

    1. Wir haben den jungen Mann ja in Verden auch in die Geheimnisse einer seriösen Vorbereitung eingeweiht, dass ist unter anderem Voraussetzung um in der III. Mannschaft spielen zu dürfen.

  1. Merkwürdige Partie; da hat man nichts gesehen und scheinbar einfach einen Bauern eingestellt und auf einmal ist der Gegner Matt. Stockfish hält mein „Opfer“ jedenfalls für den besten Zug und sieht schon deutlichen Vorteil für Schwarz.

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