Wieste Cup

Bei brütender Hitze machten sich 4 unentwegte (Christine, Monika, Michael und Achim) Hamelner Recken auf den Weg nach Sottrum um an Wieste Cup teilzunehmen, da Ihnen sonst Entzugserscheinungen vom königlichen Spiel drohten.
Monika spielte ein gutes Turnier, hatte jedoch einen Gegnerschnitt der über 300 Punkte über ihrer DWZ Zahl lag. Dennoch kam sie in allen Partien gut aus der Eröffnung und konnte ihre gutenbis sehr guten Stellungne nich verwerten. Sie wurde dann langsam überspielt und überschritt einmal die Zeit. Grobe Einsteller blieben aus, da macht sich das Training bemerkbar. Nach 4 Runden war ihr Gegnerschnitt besser als meiner. Das sagt alles über meine Leistung. Mit 1,5 Punkten aus 5 Runden und Platz 55 gewann Monika circa 30 DWZ-Punkte und verpasste hauchdünn um einen Buchholz Punkt den Ratingpreis > 1250. Etwas ärgerlich für sie war, das sie sich ihre Punkte erspielt hatte, während der Gewinner das Ratingpreise in den „Genuss“ eines kampflosen Punktes kam.
Christines Turnier war eigentlich nach der 1. Runde beendet. Sie hatte mit schwarz ein klar besseres Endspiel gegen einen 350 DWZ-Punkte stärkeren Gegner und übersah dann bei knapper Bedenkzeit einen taktischen Trick und verlor ihre Partie sogar noch. In Runde 2 kam es dann auch noch zum Schwesternduell. In einem scharfen Spanier konnte sie ihre jüngere Schwester nicht besiegen und musste in die Punkteteilung einwilligen. Danach kam es zu einem weiteren Remis (ein ungleichfarbiges Läuferendspiel mit Mehrbauer endete remis) und zu einem Pflichtsieg gegen einen deutlich schwächeren Gegner. Das Turnier (2,5 Punkte, Platz 34) endete versöhnlich mit einer tollen Schwarz-Partie. In einem extrem scharfen Drachen (mit verschiedenen Rochaden) geriet sie unter starken Druck und verteidigte die Stellung mehr als 3 Stunden extrem zäh. Obwohl ihr deutlich stärkerer Gegner auch im Endspiel noch alles versuchte um die Partie zu gewinnen, musste er sich mit dem halben zufrieden geben, Sein Kommentar zu mir: Das hat ihre Tochter phantastisch gespielt.
Das kampfbetonteste und spektakulärste Schach bot wieder einmal Michael. Alle Partien wurden entschieden (3 Punkte bedeuten Platz 23). In beiden Verlustpartien kam es zu wilden Zeitnotschlachten, in denen Michael leider beide male den kürzeren zog. Aber er bewies wieder einmal, dass Gegner bis DWZ 2100 sich warm anziehen müssen, wenn sie gegen ihn gewinnen wollen. Auch in seinen 3 Gewinnparteien ging es nur auf den König.
Über meine Partien hüllt man am besten den Mantel des Schweigens, zumindest in den Schwarzpartien. Ein lockerer Auftaktsieg (Matt in 20 Zügen, bei meiner aggressiven Eröffnungswahl ist das ja auch zu erwarten), eine Partie des Grauens gegen ein Kind, ein weiterer schöner Weißsieg. Am Sonntag dann zwei Remispartien. Einmal knetete ich ein ungleichfarbiges Läuferendspiel mit Mehrbauern. Mein Gegener zeigte mir aber, dass er den Remisplan kennt und so bot ich Remis, statt ihn über die Zeit zu ziehen. Zum Abschluss bekam ich dann Stefan Ewert. Da wir beide Kaffeedurst hatten, endete die Partie unspektakulär remis. Mit 3 Punkten (Platz 26) kann ich nicht zufrieden sein. Eine Erklärung für diese Leistung ist:  Zuviel Schlaf bekommt mir nicht und der Verzicht auf eine seriöse Vorbereitung ist halt auch nicht Leistungssteigernd. Es fehlten halt Felix oder Matthias. Michael mühte sich redlich, aber an der Qualität der Vorbereitung müssen wir noch hart arbeiten.

 

 

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