Durch den Monsun … Kirchweyhe erstürmt die Rattenfängerfestung

Aus dem Tagebuch eines Schachspielers…

In der sechsten Spielrunde durften wir die bezahlte Söldnertruppe aus Kirchweyhe begrüßen. Leider fiel Felix aus und so wurde mein Padawan-Schüler Ole aus der Zweiten verpflichtet. Unsere auswärtigen Mitspieler reisten einen Tag früher an, da sich Sturmtief „Sabine“ angekündigt hatte. So bereiteten wir uns auf den Wettkampf vor und begrüßten am Sonntag den Schiedsrichter und etwas später auch die acht Gastspieler. 7 GMs und 1 FM hatten wir in der Verlosung. Das würde wohl eine eindeutige Sache werden. Der Schiedsrichter setzt uns dann auch noch psychologisch unter Druck, als er die Erfolgschancen präsentierte. 0,92 Punkte sollten wir holen. Doch unser Leitmotto lautet natürlich: „ELO-Zahlen spielen kein Schach.“ Na gut, diesmal schon. 😉 Die Spiele mögen beginnen. Also ran an die Partien MIT Computerüberprüfung!

Hamelner SV 1½ − 6½ SK Kirchweyhe

1. 2346 FM Wilfried Bode ½ : ½ GM Hrvoje Stevic 2576
2. 2193 FM Matthias Tonndorf 0 : 1 GM Aleksandar Kovacevic 2476
3. 2187 Kai Renner Lutz van Son 0 : 1 GM Mladen Palac 2536
4. 2144 Lutz van Son 0 : 1 GM Ante Brkic 2594
5. 2058 Dennis Schmidt 0 : 1 GM Zoran Jovanovic 2524
6. 2109 Yannick Koch 0 : 1 GM Robert Zelcic 2529
7. 2211 FM Adrian David ½ : ½ GM Petar Genov 2495
8. 1909 Ole Reichelt ½ : ½ FM Bojan Medak 2366

Adrian kam gut aus den Startlöchern und konnte gleich um die Initiative kämpfen. Eine Ungenauigkeit des Großmeisters nutzte der Hamelner einen Bauern zu gewinnen. Es wurden dann noch einige Figuren getauscht, bis man sich dann auf Remis einigte. Super Start mit einem Schwarzremis.
0,5 – 0,5

Bei Dennis gab es diesmal massive Probleme in der Eröffnung. Sein Königsflügel wollte sich nicht entwickeln. Mit dem Entwicklungsvorteil und der bösen f-Linie wurde Dennis Stellung aufgerollt. Da gab es keine Chance für Dennis.
0,5 – 1,5

Nach der Eröffnungsphase sah die Schachwelt für Yannick noch gut aus. Doch im Mittelspiel nutzte der Titelträger jede kleinste Ungenauigkeit, um seine Stellung zu verbessern. Eine Springerwanderung nach h3 war dann der Anfang vom Ende. Die Stellung im Zentrum wurde aufgebrochen und ein Bauer ging verloren. Der Rest war Technik. Die Gewinnverwertung im Endspiel ließ kein Gegenspiel mehr zu.
0,5 – 2,5

Würden wir böse unter die Räder kommen?

In meiner Partie ging es hoch her. Matthias und Wilfried standen brauchbar. Ole hatte sogar einen Mehrbauern. Nur Kai stand im Prinzip auf Verlust. Da sollte doch noch einiges für uns herausspringen.

Kai wurde böse in der Eröffnung ausgeguckt. In Prinzip war nach 15 Zügen die Messe gelesen. Unser Mannschaftsführer zeigte sein ganzes Repertoire an Verteidigungszügen, doch die Stellung verschlechterte sich zunehmend. Da kam die alte Felix-Weisheit zum Tragen. „Wenn ich schon schlechter stehe, muss ich einen Mehrbauern haben.“ Das war wohl der Inbegriff eines vergifteten Bauern. 7 Züge später war sein Monarch Matt gesetzt.
0,5 – 3,5

Wilfried wählte eine interessante Eröffnung aus, die sowohl sehr defensiv aber auch extrem massiv war. An dieser Festung versuchte sich der GM vergebens, eine Schwachstelle reinzuschlagen. Schlimmer noch, Willi konterte seinen Gegner aus und gewann einen Bauern am Damenflügel. Leider wurde dann so getauscht, dass die Remisbreite kaum noch zu überschreiten war. Das Unentschieden war die logische Konsequenz.
1,0 – 4,0

Bei mir war ich nach der Eröffnung zufrieden. Erst die Springermehrheit gesichert und dann meinen Hüpfer idealerweise auf d5 platziert. Zwei Bauern deckten ihn und ich fühlte mich wohl. Nun zeigte mein GM mit knapp 2600 Elo, wie man um einen solchen Springer herumspielen kann. In der kompletten Partie hatte dieser Springer keine Chance in irgendeiner Weise positiv in Erscheinung zu treten. Mein Gegner öffnete die a-Linie und versuchte den Einbruch dort. Das konnte ich noch locker zurückschlagen und hatte schon die 2,5-fache Stellungswiederholung. Doch mein Gegenüber wollte mehr und griff am Königsflügel an. Das brachte meine Figurenkonstellation massiv in Unordnung. Das reichte, um im massiven Schwerfigurenhagel unter zu gehen. Im zweiten Teil der Partie habe ich einfach zu passiv gespielt und keine Sonne gesehen. Schon wieder etwas gelernt.
1,0 – 5,0

Ole wählte eine recht ruhige Variante aus, die ihm einen kleinen Vorteil brachte. Als der gegnerische Springer sich zu weit vorgetraut hatte, konnte Ole mit einer hübschen Taktik einen Bauern gewinnen. Nun drückten die feindlichen Truppen massiv auf seine Stellung. Doch Ole behielt kühlen Kopf und konnte ein wenig Material tauschen. In der hektischen Endspielphase konnte der Rattenfänger immer wieder die Gewinnversuche seines Gegners neutralisieren und ins bessere Turm/Leichtfigur-Endspiel abwickeln. Ein kleiner Rechenfehler kostete ihn den Mehrbauern, aber das Remis konnte Ole sichern. Sehr gut, gegen einen Gegner mit 450 Elo mehr auf der Waage.
1,5 – 5,5

Bei Matthias wurden beide Könige auf unterschiedlichen Flügel in Sicherheit gebracht, bevor der Bauernsturm auf beiden Seiten losging.
Dabei opferte Matthias sogar eine Qualität, um seinen Angriff richtig anzufachen. Darauf hatte der GM nicht die richtige Antwort und es kam zur 3-fachen Stellungswiederholung. Leider hatte es Matthias nicht gesehen / berechnet. So wich sein Gegner noch mal aus und konnte ins bessere Endspiel abwickeln. Auch hier hatte der Rattenfänger noch Remischancen, die er leider nicht nutzte.
1,5 – 6,5

Der Ausgang des Mannschaftskampfs stand schon recht früh fest. Trotzdem haben wir uns mächtig zur Wehr gesetzt und sogar einen halben Punkt mehr als erwartet geholt. Sicher ist es mal großartig, gegen so starke Gegner zu spielen. Doch das brauche ich auch nicht jedes Mal. Über Sinn oder Unsinn massiv Geld für ausländische Titelträger auszugeben, kann man streiten. Und was bekommt man dafür? 15 Minuten Ruhm oder ein kurzes Gastspiel auf Bundesebene. Stadthagen hat das Schicksal schon hinter sich. Früher 2 Jahre Bundesliga gespielt, sogar mit dem amtierenden Weltmeister Karpow. Und nachdem das Geld ausging kam der Abstieg. Und wo spielen sie heute…..? Mh mal schauen…. Kreisliga West im Bezirk 1. Und passiert das heutzutage auch noch? Da habe ich doch letzte Woche etwas gelesen. Aus Lingen, erst zur Mannschaft der Gegend nominiert und ein paar Tage später den Spielbetrieb eingestellt.

Was ist noch in der Liga passiert?

Lister Turm dominiert Nordhorn-Blanke, Lehrte ringt Tostedt nieder und Oldenburg gewinnt in Hannover. In der Partie Hellern – Delmenhorst wurde der Wettkampf ein wenig verkürzt. Man kann sicher dazu geteilter Meinung sein. Jede Mannschaft kann vorher eine Verlegung beantragen (gut mit einer gewissen Vorlaufzeit). Wenn das nicht geht und einem die Sicherheit der Mannschaft vor geht, dann kann man immer noch den Wettkampf absagen. Allerdings wollte keine Mannschaft die Strafe und 0 Punkte tragen. Doch wenn der Wettkampf stattfindet, dann muss er auch seriös beendet werden. Verlierer sind hier der „Fair Play-Gedanke“ und die SF Hannover.

Somit hat SF Hannover 1 MP weiterhin die „Rote Laterne“, davor liegen Tostedt und Delmenhorst mit 3 MP. Die restlichen Mannschaften sind wohl außer Schlagdistanz. An der Spitze warten wir immer noch auf das Finalspiel „Kirchweyhe vs Lister Turm“.

10 Kommentare

  1. Sehr geehrter Schachfreund Lutz,
    ihr Beitrag vom 11.02. „Hellern gegen Delmenhorst“ gibt mir Veranlassung, eine ordnungsgemäße Antwort zurück zu schreiben. Ich bitte Sie um interne Analyse.
    Der Wettkampf wurde stattgefunden und wurde seriös beendet. Jedoch, schnell einigten sich fast alle Spieler auf ein gerechtes Remis. Ist es verboten? Wie oft enden Spiele am Brett 1 zw. 2400ern Remis? Bereits nach 10 Zügen einigen sie sich auf ein Remis. Viele Zuschauer erwarten schon 40-50 Züge. Aber nach 10 Zügen endet ihr Partie schon. Da beschwert sich plötzlich niemand?!
    Die Entscheidung unserer Verantwortlichen war stets folgerichtig. Sie haben am Sonntag, den 09.02.2020 um 10:00 Uhr eine akute Gefahr festgestellt. Das Leben der Gäste SF war ihnen viel wichtiger als ihr verlorene ELO Punkte. Absolut korrekt. Was meinen Sie, wie erfreulich die Familienangehörige der Delmenhorster SF waren, als sie ihre „Männer“ Zuhause, bei sich umarmen konnten. Bei so einer Gefahr!

    Haben Sie die Katastrophe von 2010 schon vergessen???
    Die Veranstalter haben damals bei der Polizei eine Veranstaltung beantragt. Diese wurde abgelehnt. Jedoch wollten die 9-köpfige Veranstalter die öffentliche Veranstaltung durchführen. Dabei kamen 21 Personen ums Leben. Bei freiem Himmel haben die getöteten keine Luft zum Einatmen bekommen. Über 700 Personen wurden schwer verletzt. Hätte der Veranstalter an diesem Tag abgesagt, hätte keine tote gegeben. Nun, ermittelt bis heute die Staatsanwaltschaft gegen die Verantwortlichen. Der Vorwurf lautet: „Anklage wegen Mord“. Dass diese Verantwortlichen ihre Jobs verloren haben, ist wohl klar. Klar ist auch eine Eigeninvestition in Höhe von etwa EUR 20.000,00 für Rechtsanwaltsgebühren, Bearbeitungsgebühren und sonstige Ausgaben. Ihr Ruf des von 9-köpfigen ist zerstört. Eine Gewerbeerlaubnis wurde entzogen. Polizeiliches Führungszeugnis zeigt Straftaten an. Ob sie sich in der Öffentlichkeit zeigen können ist unklar.
    Aus dieser Erfahrung war unseren Verantwortlichen des von Schach Verein Hellern das Leben der Delmenhorster viel wichtiger, als die Punkte und die danach entstandenen beleidigenden Kommentare.

    Über die verlorenen Punkte macht man sich keine Gedanken. Die können bei guter Gesundheitszustand, gutem Wetter wiedergeholt werden. Das verlorene Leben eines Menschen kann nicht mehr zurückgeholt werden! Bitte merken Sie sich das.

    Dass die SF aus Hannover nur einen Mannschaftszähler haben liegt nicht in den Händen der Helleranern. Außerdem, haben sie die Möglichkeit bei ihren restlichen Spielen den Klassenerhalt zu sichern. Und im Übrigen: Eine Sicherung des Klassenerhalts beginnt i.d.R. bereits am ersten Spieltag.

    Für eventuelle Rückfragen stehe ich Ihnen zu jeder Zeit zur Verfügung.

    Mit sportlichen Grüßen
    Ramin Kaberi

    Meister für Schutz und Sicherheit

    1. Hallo Hr. Kaberi,

      danke für Ihren Kommentar und die Erläuterungen, die wir in unserem Bericht auch keineswegs in Frage gestellt haben. Ihr Vergleich ist etwas extrem und am Ende entscheidet jede Mannschaft nach eigenem Ermessen, ob sie antreten möchte oder nicht. Ist man mit der Entscheidung der Staffelleitung nicht einverstanden, kann man meines Wissens nach auch im Nachgang Einspruch einlegen – zumal sich beide Parteien ja einig waren, dass die Gesundheit der Spieler dem Mannschaftskampf vorangestellt betrachtet werden sollte.

      Beste Grüße aus Hameln
      D. Schmidt

  2. Wenn die Verlegung im Vorfeld kein grünes Licht erhält, muss man erstmal den Mut haben, nicht hinzufahren und hinterher dagegen vorzugehen. Risiko von 500 Euro Strafe (gibt es noch Punktabzug?) und zumindest viel Stress bei der Durchsetzung der „höheren Gewalt“ im Nachhinein. Weit im Vorfeld war das wohl noch nicht abzusehen, samstags sah man in Delmenhorst das Risiko, Sonntag kam die Einsicht auch in Hellern.

    Es bleibt natürlich die Frage, wieso Hellern dann nicht tatsächlich an allen Brettern remis bot, was den Wettbewerb nur marginal beeinflusst hätte (Brettpunkte, aber eben kein MP), aber den nach Elo absolut erwartbaren Sieg eingebracht hätte, da Delmenhorst nur mit sieben Spielern antrat. Man kann sich kaum vorstellen, dass Delmenhorst damit nicht auch hochzufrieden gewesen wäre, schnell zuhause und 3,5 BP bei einem Erwartungswert ähnlich dem Hamelner gegen Kirchweyhe. Es scheint aber, als habe mindestens ein Hellerner es für angebracht gehalten, auch die Unterzahl der Delmenhorster noch auszugleichen…

  3. Da hier schon über die Schachfreunde Hannover diskutiert wird, möchte ich mal meine Sicht der Dinge schildern:
    Erst am späten Sonntag Abend kam ich dazu, mir die Einzelergebnisse des Kampfes Hellern-DSK anzuschauen, da unser eigener Kampf gegen den geographischen Nachbarn der Delmenhorster(30 km Luftlinie entfernt, aber offenbar völlig andere Witterungsverhältnisse)
    , SK Union Oldenburg, bis 17:15 Uhr dauerte. Mein erster Gedanke war „Sch…., aber offensichtlich gut gekämpft vom DSK“.
    Nach dem Lesen des Artikels auf der Seite des SV Hellern, kamen mir er(n)ste Zweifel, ob dem Ergebnis wirklich ein Kampf vorausging. Mir war aber völlig unklar, wie man mit 7 Leuten in 50 Minuten gegen 8 Helleraner ein 4-4 hinbekommen kann.
    Dann wurden allerdings in der Nacht zu gestern die Partie(fragmente) des Wettkampfs veröffentlicht. Über die Partie an Brett 7 kann sich jeder selbst ein Bild machen.
    Ich weiß nicht, ob es sich bei dem Kommentar von Herrn Kaberi um eine offizielle Stellungnahme des SV Hellern handelt, darum will ich nur kurz darauf eingehen: Ob Sie es glauben oder nicht, wir kämpfen seit dem ersten Spieltag um den Klassenerhalt.
    Vielleicht sind wir nicht so gut wie andere Mannschaften in der Liga und werden am Ende verdient absteigen. Aber wir spielen wenigstens ehrliches Schach.

    Thomas Edel
    Mannschaftsführer SF Hannover

  4. Als Mannschaftsführer unserer zweiten Hamelner Mannschachft kann ich mich durchaus in die Lage der Gäste versetzten. Nachdem ich am Samstag sorgenvoll die Nachrichten verfolgte, musste ich auch ich die Entscheidung treffen, ob es für unsere Mannschaft sicher sei am Sonntag nach Hildesheim zu fahren.
    Da Hildesheim allerdings weiter im Süden liegt, unter einer Stunde zu erreichen ist und der Beginn des Sturms für unsere Breiten erst für 16:00 Uhr und der Höhepunkt für den späten Abend (22:00) vorausgesagt wurde, war die Entscheidung deutlich leichter zu fällen.
    Dennoch musste ich auf der Rückfahrt gegen 16:30 Uhr an einzwei Stellen Slalom fahren, da gerade Überland bereits Zweige (darunter auch einige größere) auf der Straße lagen.

    Das Bußgeld für ein Nichtantreten wäre für mich im obigen Fall auch nicht in Frage gekommen, wie die Delmenhorster, hätte auch ich versucht den Mannschaftskampf trotz der widrigen Wetterbedingungen durchzuziehen.

    Allerdings muss ich schon sagen, dass Delmenhorst in Hellern erstaunlich gut weggekommen ist.
    Wie mein „Beobachtender“ Vorkommentator schon feststellte wäre ein Remis an allen besetzten Brettern auch mein bestes zu erwartendes Resultat gewesen, wenn ich in Unterzahl mit der potenziell nominell schwächeren Mannschaft antrete.

    Dass die Gastgeber an einem ihrer Bretter in der Eröffnung einen Bauern einstellen, dieses daraufhin verloren und alle anderen remis geben, war sicherlich recht „glücklich“ für die Gäste. Besser hätte es vermutlich nicht laufen können…

  5. Eine unglückliche Konstellation:
    Da spielt eine Mannschaft (Hellern 1), die sich in der Tabelle jenseits von Gut und Böse befindet gegen einen Abstiegskandidaten (Delmenhorster SK), der unbedingt Punkte benötigt.
    Für die beiden Mannschaften Hellern 2 und Hellern 3 wäre es im Abstiegskampf von Vorteil, wenn Delmenhorst in der Liga bliebe und SF Hannover absteigen würde.
    Es gibt wahrscheinlich Vereine, die an dieser Stelle bereits überlegen, wie man aufstellen muss, damit Delmenhorst möglichst gute Chancen auf einen Punktgewinn hat.
    Der Ausgang des Mannschaftskampfes kann jedoch nicht nur den Abstieg in der Oberliga, sondern durch den gleitenden Abstieg auch tiefste Ligen beeinflussen.
    Jetzt kommt noch eine Unwetterwarnung hinzu und die Gäste aus Delmenhorst bitten um eine Verlegung, die (wahrscheinlich) vom Turnierleiter gemäß der Vorgaben zu Recht abgelehnt wurde. War das bereits der Fehler? Hätte der Turnierleiter die besondere Konstellation berücksichtigen sollen?
    Am Sonntag trifft dann eine stark besetzte Heimmannschaft auf eine ersatzgeschwächte Gastmannschaft mit 7 Spielern. Erwartungswert 6,77:1,23.
    Wahrscheinlich wollen alle Spieler inklusive Schiedsrichter möglichst schnell nach Hause und die Flucht vor dem Sturmtief ergreifen.
    Jetzt dauert die längste Partie 8 Züge und die einzige Verlustpartie nur 5 Züge.
    In Schwaben würde man sagen: „Das hat ein Geschmäckle!“
    Aber wer will wem Vorwürfe machen?

  6. Liebe Schachfreunde,

    Der Verband entscheidet darüber, ob es wiederholt wird, da viele das Ergebnis unterschiedlich aufgenommen haben.

    Bitte tun Sie Ihre Vermutungen einfach zur Seite. Es gibt kein Unterschied, ob man nach Norden fährt oder nach Osten fährt. Ob man eine bestimmte Nase mag oder eine andere.

    @ Thomas Edel,
    ich grüße Sie. Sicherlich habe ich nicht über Hannover diskutiert. Es ging nur um den negativen Beitrag – zumindest aus meiner Sicht – von SF Lutz. Gerne hätte ich etwas über SV Hammeln gelesen. Wenn etwas über Hellern gesagt wird dann bitte, wenn es geht etwas Positives. Da erwähnt wurde, dass Hannover Verlierer ist, wegen der XY Gedanke habe ich ihm meinen Senf dazu gegeben. Es war nicht meine Absicht die Hannoveraner zu verletzen. Sollte ich euch verletzt haben bitte ich um Entschuldigung. Teilen Sie meine Entschuldigung an die Verletzten mit. Ich hoffe, sie nehmen es auch an.

    Ich hoffe für euch, dass der Klassenerhalt noch geschafft wird. Ich drücke euch die Daumen.

    Ich sehe meine Hobby etwas gelassener. Ich habe kein Problem gegen 1900er im Pokal Halbfinale zu gewinnen und ich habe auch kein Problem damit, am Samstag den 15.02.2020 in der Kreisklasse gegen ein DWZ 1200er zu spielen. Gerne nehme ich jede Herausforderung an. Aber eine Beleidigung Dritter kann ich leider nicht widerstehen.

    Hoffe auf Euer Verständnis

    Beste Grüße aus Osnabrück

    1. Alles gut, es ist niemand verletzt worden oder fühlt sich verletzt.
      Wiederholt wird das Spiel sicherlich nicht, da ja alle Partien technisch einwandfrei am Brett beendet wurden.

      Man kann sich allerdings wohl verar…. fühlen, wenn man im Gästebuch des SV Hellern dann noch liest, was für ein großartiger Gastgeber der SV Hellern war. Nun gut, jeder wie er’s braucht.

      Dass die von Hartwig genannten Überlegungen bezüglich Mannschaft 2 und 3 eine Rolle beim Ausgang des Mannschaftskampfes spielten, wage ich allerdings zu bezweifeln. Vielleicht bin ich aber auch nur naiv.

      Ist aber eh‘ völlig wurscht, wenn die Schachfreunde nicht in den nächsten Runden endlich auch mal Mannschaftspunkte holen.

      Grüße vom Deister
      Thomas Edel

      1. Da ich den entsprechenden Gästebucheintrag verfasst habe, möchte ich dazu kurz etwas schreiben: Am Samstagabend hatte ich mich an gleicher Stelle heftig über die Ablehnung einer Verlegung beschwert. Daher hatte ich das Gefühl, dass ich da etwas zurückrudern müsste, nachdem die Hellerner auf unerwartete Weise doch noch auf das Sturmproblem eingegangen waren. Ich hätte eine Verlegung auch die sportlichere Lösung gefunden, diese hätte aber vor dem nächsten Spieltag stattfinden müssen (laut Jürgen Kohlstädt), vielleicht passten beide Wochenenden den Hellernern nicht.

        Das gleiche hätte ich dann aber auch geschrieben, wenn sie einfach 7x Remis gemacht und sich einen 4,5-Sieg gesichert hätten. Gerechnet hatte ich mit 0-1 Brettpunkten für uns, unsere Jungs sind wohl in erster Linie zur Vermeidung der 500€-Strafe überhaupt angetreten.

  7. „Doch wenn der Wettkampf stattfindet, dann muss er auch seriös beendet werden.“

    Damit ist eigentlich alles gesagt. Die Partie an Brett 7 ist von dem Helleraner offensichtlich mutwillig aufgegeben worden, um eine Teilung der Mannschaftspunkte herbeizuführen. Dafür spricht auch, dass die Helleraner trotz zum überwiegenden Teil ganz erheblicher Wertungszahldifferenzen in Kurzremisen eingewilligt haben. Das begründet zum mindesten einen Anfangsverdacht dafür, dass mit einer unlauteren Verfälschung eines Ergebnisses ein Verstoß gegen die „Schutzmaßnahmen des DSB gegen Cheating im Schach“ verwirklicht worden ist. Ich denke, Ralph Alt, der Anti Cheating Officer des DSB, wird sich mit dem Sachverhalt zu befassen haben.

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