Hameln 2 unterliegt Rinteln 3:5

Im direkten Abstiegsduell kam es am vergangenen Sonntag zur Begegnung zwischen Hameln 2 und Rinteln. Der Sieger in der Auseinandersetzung würde den Klassenerhalt zu 99% sicher haben, und somit war das Ziel klar gesteckt.

An diesem Spieltag wurde Carsten Konczak durch Jonas Möller in dessem Landesligadebüt vertreten.

Rinteln trat wie in der Vorrunde in absoluter Topbesetzung an, somit lagen die nominellen Spielvorteile der Hamelner an den hinteren Brettern, sowie im Mittelfeld.

Igor Belov, der es am Spitzenbrett mit IM Plischki zu tun bekam, Gerhard Kaiser an Brett 2 und Mannschaftsführer Oliver Barz an Brett 3 unterbreiteten in ausgeglichener Stellung ihre Remisangebote, welche erwartungsgemäß von Rintelner Seite allesamt abgelehnt wurden.

Rintelns IM erarbeitete sich leichte Stellungsvorteile und baute diese fortlaufend aus, letztendlich blieb Igor nichts anderes übrig als die Segel zu streichen und seinem Gegner zum Sieg zu gratulieren.

0:1 (aus Sicht der Hamelner)

Jonas Möller, am 8. Brett mit den weißen Steinen spielend, verbrauchte in der Eröffnungsphase viel Zeit erhielt dafür allerdings eine gut Ausgangsposition für den weiteren Verlauf. Leider opferte er zu früh eine Figur, ehe seine anderen Streitkräfte in Stellung waren, und lief bis zum Ende der Partie diesem Materialnachteil hinterher, den sein Gegner in einen Sieg ummünzte.

0:2

An Brett 7 spielte Peter Brunotte wie gewohnt sicher, die Stellung schien jederzeit ausgeglichen und so einigte man sich auf eine Punkteteilung

0,5:2,5

Der Partieverlauf an Brett 4 war wirr, Hamelns Spieler ohne Frage, Felix Jacobi. Der Autor hofft auf Verständnis, dass ihm eine konkrete Einschätzung des Mittelspiels zu treffen schwerfällt. Beide Seiten brachten zum Ende der Partie hin jeweils einen Freibauern in die Endzone und es schien als hätte der Hamelner dabei leichte Vorteile, die allerdings nicht zu einem Sieg reichten, und so endete die Auseinandersetzung Remis.

1:3

Den Anschluss konnte Leonid Tilin an Brett 6 herstellen. Mit den weißen Steinen spielend gewann er einen Bauern. Bei dessen Verteidigung waren allerdings seine Streitkräfte so sehr gebunden, dass er ihn schließlich für Spiel zurückgab. Leonid konnte abermals einen Bauern erhaschen und in ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit einem Mehrbauern abwickeln, welches er sicher zum Sieg brachte.

2:3

Alles in allem sah es nach einer knappen aber bitteren Niederlage aus.
Gerhard hatte im Mittelspiel einen Bauern verloren und zwischenzeitlich eine Figur gegeben, um mit Turm und seinen Freibauern gegen Springer-Bauer-Turm noch Chancen zu haben, aber sein routinierter Gegner erstickte diese im Keim und erhielt den vollen Punkt.

2:4
Oliver hatte in der Phase vor der ersten Zeitkontrolle eine Qualität für Bauern gegeben und erhielt das Gegenremisangebot, welches der Hamelner in Anbetracht der Lage ausschlagen musste. Im weiteren Spiel tauschte Hamelns Mannschaftsführer einen Turm und brachte unterstützt von König und Springer seinen Mehrbauern soweit voran, dass er von seinem Kontrahenten nicht mehr zu halten war.

3:4
Ole fehlte im frühen Mittelspiel der richtige Plan und verlor im weiteren Spiel zwei Bauern. Mit diesem Materialnachteil bestand wenig Hoffnung, dass Ole seine Partie noch hätte drehen können, und sein Gegenspieler leistete sich keinen groben Fehler mehr, von dem der junge Hamelner hätte profitieren können.

Und so endete die Begegnung mit Rinteln in einer 3:5 Niederlage.

Ein letzte Kugel verbleibt Hameln 2 noch für die letzte Runde gegen Wolfsburg.
Neben Hameln und Wolfsburg kämpfen auch Ricklingen und Salzgitter im direkten Duell noch gegen den Abstieg.
Hannover 96 steht nach ihrem deutlichen Sieg gegen Hildesheim als Aufsteiger in die Oberliga fest.
Gratulation dazu von Hamelner Seite…
 

 

5 Kommentare

    1. Ahhh, ganz vorsichtig mit der Aussage bezüglich des knapp Verlierens und Caissa-Wünschen, die Wolfsburger haben ihre Spiele mind. genauso knapp verloren wie wir, nicht dass auf einmal Caissa den „Falschen“ zulächelt…

  1. Also ich hatte lange Zeit so ein Brennen in den Augen, bei der Betrachtung von Felix’s Partie. Dennoch glaube ich, dass seine Gewinnchancen im späteren Doppelturm-Endspiel vorhanden waren. Außerdem muss ich noch sagen, dass Leonid ein ganz tolles Läuferendspiel hingelegt hatte. Den Sieg hatte er fast perfekt herausgespielt.

  2. An den hinteren Brettern sollten wir die nötigen Punkte holen,weil die Rintelner vorne sehr stark besetzt sind. Vor dem Kampf wurden wir durch eine E-mail von Carsten über die Taktik der Rintelner aufgeklärt – (vorne gewinnen, hinten Remis klammern);genauso wir er es dort beschrieben hat, ist es leider auch gekommen.
    Als ich mich das erste Mal vom Stuhl erhob, lief Igor schon herum, Gerd hatte eine Figur weniger und mein Nebenmann Jonas stand auf Verlust. Also begann ich einen Angriff auf dem Königsflügel, bot einen Bauern an,den er aber leider nicht annahm. Ich sah ein Mattnetz und spielte energisch weiter. Im letzten Moment sah ich, dass ich eine Figur opfern musste und der König doch noch ein Schlupfloch finden würde (Fritz hat mir in der Analyse gezeigt, dass ich mit einem weiteren Figurenopfer 5 Züge später in Vorteil gekommen wäre, aber sowas sieht leider nur der Computer). Also zog ich die Notbremse, verlor ersatzlos einen Bauern und stand danach eigentlich auf Verlust. In der Zeitnotphase fand mein Gegner dann nicht die besten Züge, ich konnte meine Stellung wieder stabilsieren und war dann froh, dass ich durch Dauerschach das Remis retten konnte. Jetzt konnten uns nur noch mehrere Wunder retten, die aber leider nicht eintrafen. Da nützte es leider auch nichts, dass Oliver wieder einen(nominell) viel stärkeren Gegner bezwang.

    1. So genau, habe ich den Verlauf von Dir gar nicht mitbekommen, wenn ich mal in Eurer Reihe war, habe ich mehr in die Stellung von Jonas reingeschaut in der Hoffnung, dass noch irgendwas zu holen ist, Bei Dir Peter hatte ich immer den Eindruck, dass wie gewohnt nur zwei Ergebnisse (Remis oder Sieg) bei rauskommen werden, dass es noch mal knapp wurde, habe ich gar nicht mitbekommen, vermutlich, weil es zu dem Zeitpunkt auch bei mir sehr taktisch wurde. Deshalb noch mal Danke für den Einblick in Deinen Partieverlauf…

      Ich selbst bin froh, dass Philipp in entscheidender Phase bei Zeitknappheit Sf5 nicht gespielt hat. Ich hatte ihn im Vorfeld gesehen, auch überlegt ihn zu verhindern, da ich ihn als unangenehm eingestuft hatte, wollte aber letztendlich meinen Angriff nicht schwächen und habe was anderes gespielt. Dass aber Sf5 wohl meine Niederlage eingeläutet hätte, habe ich erst begriffen als mir Fritz bei der Analyse die logische Fortsetzung zeigte (und die Idee Sf5 zu verhindern die einzig richtige Lösung gewesen wäre).
      Bis dahin hatte ich mich eigentlich über meine Partie gefreut, da ich dachte nur kleinere Fehler gemacht zu haben, aber an der Stelle bin ich bei der Analyse richtig blass geworden. Da habe ich mal echt Glück gehabt…

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