4 Hamelner Musketiere auf Wieste Cup in Sottrum

Wieste Cup  Tag 1

Nachdem unsere Helden den Stau überwunden hatten und sie sich gestärkt hatten, waren Sie nicht mehr zu stoppen. Yannick spielte seine Partie gegen (Kai Kirchhoff Sottrum, DWZ 977) gnadenlos nach dem Kochbuch: man nehme, erst eine Figur, dann noch eine und dann die Dame. So konnte er sich bald den anderen Partien zuwenden. Christine spielte gegen Joachim Bokelmann (DWZ 1936) mit schwarz.  Sie musste gegen
ihr eigenes System (SF3) antreten und es entstand ein Grünfeld-Inder mit
vertauschten Farben. Die Stellung war so gut, dass der Gegner mit dem Remis zufrieden war. Ein gelungener Start. Felix spielte seinen geliebten Holländer und überspielte seinen Gegner aus der Eröffnung heraus. Nachdem er eine Figur gewonnen hatte, war die Partie entschieden. Zur Belohnung darf er morgen an Brett 1 spielen. Am längsten durfte Achim spielen.  Völlig überraschend kam eine Reti Stellung aufs Brett. Es war eine für Achim typische Partie. Erst sicherte er sich das Läuferpaar, dann bekam der Gegner (Philipp Heckl DWZ 1355 aus Braunschweig ) einen Isolani, den bald das zeitliche segnete.
Die Partie ging dann zwar noch bis zum 60. Zug auf ein Tor aber sie endete mit einem Sieg für Achim. Das Ergebnis von 3,5 aus 4 kann sich sehen lassen.

Mal sehen was morgen passiert.

Wieste Cup  Tag 2

Die Aufgaben werden nicht leichter. Hier könnt ihr sehen  gegen wen wir anzutreten haben.

Felix an Brett 1 mit Weiß gegen Lai Hop, Duong (Werder Bremen DWZ 2141). Trotz eines kapitalen Eröffnungsfehlers (e4 im ersten Zug) erreichte Felix, der auch noch von der Eröffnungswahl seines Gegners
(Caro-.Kann) überrascht wurde eine gute Angriffsstellung.  Felix verkaufte sein Fell so teuer wie möglich und spielte die längste Partie der Runde.  Das Ende war dramatisch: In einem Turmendspiel übersah Felix mit nur noch 9 Sekunden auf der Uhr eine schöne Pattwendung und ging über die Zeit.

Yannick spielte an Brett 8 mit schwarz gegen Dennis Wegner (SF Achim DWZ 1893). Aus der Eröffnung hatte sein Gegner  leichte Initiative entwickelt.  Bereits in leichter Zeitnot stellte Yannick einen Bauern ein. In Zeitnot beging er einen Fingerfehler  und die Partie war gelaufen.

Achim musste mit Schwarz gegen Günther Gilde (Sottrum DWZ 1632) antreten und erreichte in einem geschlossenen Sizilianer schnell eine gute Stellung. Da er aber als fairer Sportsmann dem Gegner eine Chanche geben wollte, stellte er erst mal einen Bauern ein. Der weitere Verlauf ließ eher auf ein gutes Opfer schließen, war es aber nicht. Achim verkomplizierte die Stellung und hatte recht schnell ein Turmendspiel , mit 2 Mehrbauern, das ohne Probleme gewonnen wurde.

Christine spielte an Brett 14 mit Weiß gegen Slavko Krneta (Fichte Winsen, DWZ 1808) eine gute Partie,
leider mit dem falschen Ergebnis.  In einer Reti Stellung verpasste Sie ihrem Gegner einen Isolani, dessen Schicksal und das der Partie besiegelt schien. Aber Slavko ein bekannter Trickschachspieler fand einen taktischen Witz,  der die Partie sofort entschied.

Runde 3

Achim  durfte an Brett 2 mit Weiß gegen Uwe Grimm (DWZ 2019, Danneberg) antreten.  Nach 10 Zügen war der Holländer völlig breit und Uwe meinte er hätte aufgeben können. Aber mit zunehmender Dauer wurde seine
Stellung besser und die Partie wurde sehr taktisch. Nach knapp 5 Stunden musste sich Achim geschlagen geben.  Er hielt seine Stellung für verloren. Die analysierenden Kiebitze sahen vor allen wegen der sehr knappen Bedenkzeit  jedoch sehr gute Schwindelchancen. Dem schloss sich auch Fritz an.

Christine kam grottenschlecht mit schwarz aus der Eröffnung und die Stellung war so übel das sie das Remisangebot  ihres Gegners Andreas Rombusch (Wilhelmshaven DWZ 1130) annahm.

Felix hatte gegen Holger Thiel wieder seinen geliebten Holländer auf dem Brett. Es entstand eine verwickelte und komplizierte Stellung in der sich der bessere Spieler durchsetzte.

Yannick spielte mit Weiß gegen Ralf Jetten. Der DWZ lose Rothenburger hatte keine Chance und verlor zügig.

Wieste Cup  Tag 3

Runde 4

In der 4. Runde kommt es  zum Duell  der Hamelner Felix und Achim. Es wird ein gnadenloser Kampf erwartet. Und so kam es auch. Nach wenigen Zügen stand das Brett in Flammen. Achim hatte Felix mit seiner Eröffnung kalt erwischt. Auf E4 folgte E5. Felix ließ sich nicht lumpen und so kamen die Romantiker zu ihrem Recht. In einem angenommen Königsgambit ging es zur Sache.
Die Kiebitze sprachen von einer Partie auf Leben und Tod. In einer völlig unübersichtlichen Stellung einigten sich die beiden dann zur Überraschung aller auf remis.

Yannick muss mit Schwarz gegen Christian Möller antreten und hofft auf einen Franzosen, den er auch bekam. Aber die beiden waren friedfertig und es kam in einem Abtauschfranzosen zu einem Großmeisterremis.

Christine spielte mit Weiß gegen Holger Thiel. Es war eine Partie mit Licht und Schatten. Nach gut verlaufener Eröffnung, stellte sie eine Qualle weg. Sie überspielte ihn danach und hatte 2 Bauern für die Qualle. Statt
forciert einen dritten Bauern zu gewinnen, stellte Sie einen Bauern ein und später auch die Partie.

Runde 5

Felix hatte heute aber auch Pech und bekam mit Yannick den zweiten Riesen zugelost. Zumal Yannick unbedingt mit weiß gewinnen musste um den Jugendpreis zu gewinnen. In einem scharfen Holländer wurde Felix nach und
nach überspielt und verlor.

Christine bekam gegen Kay Kirchhoff, den Yannick in der ersten Runde verhauen hatte zugelost. In einem Drachen fraß sie den Bauern auf B2, hatte dann lange den König in der Mitte, gewann dann aber bald entscheidendes Material. Diesmal verwertete sie den Vorteil sicher.

Achim musste mit Weiß gegen Bodo Becker antreten (Sottrum DWZ 1485), der nur ein Remis ab klammern wollte. In seinem geliebten Reti hatte er etwas Druck gewann nach knapp 30 Zügen einen Bauern und nach knapp 50 Zügen die Partie.

Das Turnier gewann Lukas Hoffmann der als einziger 4,5 Punkte erreichte.

Achim war zufrieden und wurde mit 3,5 Punkten siebter, knapp vor Yannick der mit 3,5 Punkten 9. wurde und den Jugendpreis gewann.
Felix war nicht ganz mit seinem Abschneiden 2,5 Punkte bedeuteten Platz 20 und auch Christine war mit ihren 2 Punkten nicht zufrieden (Platz 36) ­­­­­

Mittlerweile steht die Tabelle im Internet (www.nsv-online.de).

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