Pokal: Steinhude ist eine Reise wert

Von Lutz 19. September 2016 1 Kommentar Mannschaftskampf, News, Pokal

Mit Kai als neuen Mannschaftsführer der Pokalmannschaft fing die Saison am Sonntag an. Die Losfee hatte uns wieder Gifhorn …… ähm nein diesmal nicht, sondern Steinhude am Steinhuder Meer beschert. Das war schon mal eine gute Entscheidung der Fee gewesen. Für Hameln sollten Wilfried, Kai, Yannick und ich spielen. Treffen war dann 08:45 Uhr bei Kai und ich muss nicht erwähnen, wer zu spät aus der eigenen Haustür gekommen war. Also schnell rein in den roten Blitz und los ging es.

Wilfried sollte am Bahnhof von Wunstorf abgeholt werden. Also ruckzug mal die Bahnhofstraße ins Navi eingegeben und aufs Gaspedal gedrückt. Wenige Augenblicke später waren wir dann schon in Wunstorf auf der Bahnhofstraße. *pfeif* Ja ich konnte die Bahnschienen sehen, aber der Bahnhof war nicht da. So musste noch mal kurz nachjustiert werden und im zweiten Versuch wurde der Bahnhof und Wilfried gefunden.
Nach 10 Minuten und wir waren am Spiellokal angekommen im hübschen idylischen Steinhude.

Nach einem kurzen Blick auf die gegnerische Mannschaftsaufstellung war klar, das Spiel musste heute souverän gewonnen werden. Im Schnitt hatten wir über 300 DWZ mehr gehabt.
Da half auch nicht der bekannte Spruch, der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

In meiner Partie hatte ich nach einer Ungenauigkeit meines Gegners schnell die Initiative übernommen und drückte ein wenig auf den feindlichen Monarchen. Mit einem Damentausch wollte mein Gegenüber den Druck rausnehmen, bekam dafür aber einen bösen Doppelbauer. Hier hätte ich vermutlich etwas mehr Zeit investieren müssen um das kommenden Endspiel besser zu beurteilen. Nun spielte ich einige weniger gute Züge und bekam nur die zweitbeste Stellung auf dem Brett. Nach einen weiteren Figurentausch bekam mein Gegner einen weiteren hässlichen Doppelbauer auf der a-Linie. Dann schien ich aber schon mein ganzes Pulver verschossen zu haben. Mit wenig Zeit auf der Uhr und keinen genauen Plan, wie ich eigentlich diese Bauernstruktur ausnutzen sollte, blicke ich kurz auf die Bretter meiner Mitspieler. Yannick und Wilfried standen schon gewinnträchtig und Kai hatte noch ein wildes Handgemenge zu überstehen. Also kurz Mal Remis angeboten was auch gleich angenommen wurde.
0,5 – 0,5

Wilfrid hatte am Spitzenbrett wie es schien wenig Mühe zu haben, um sich einen Vorteil herauszuspielen,. Doch es bedarf doch einer Ungenauigkeit seines Gegenüber, bis deutliche Felderschwächen erkennbar waren. Zielsicher nutze Willi die ihm gebotenen Chancen und überspielte seinen Gegner. Schnell noch einen Bauern mitgenommen und ins klar gewonnene Endspiel abgewickelt. Das wollte sich sein Gegner nicht mehr zeigen lassen. Sehr schön.
1,5 – 0,5

Eine sehr schöne Angriffspartie spielte unser YY. Youngster Yannick hatte noch viel Dampf im Kessel und stellte die Weichen schnell auf Königsangriff. Sehr schön ließ Yannick kein Gegenspiel zu und verpasste seinem Gegenüber einige Felderschwächen. Nach einem korrekten Abtausch wurde die finalen Königsjagd gestartet. Die Schwerfigurenbatterie war zu heftig gewesen und der gegnerische Könige fiel schnell zu Boden.
2,5 – 0,5

Unser Mannschaftsführer Kai hatte sich wieder ein wenig Zeit gelassen. Aber immerhin wurde seine Stellung im Mittelspiel besser. Es gelang dem Rattenfänger 2 Läufer für seinen Turm zu bekommen. Es sah nach einen schnellen Sieg aus. Doch die zunehmende Zeitnot machte ihm ein Strich durch die Rechnung. Die Qualität seiner Züge fiel deutlich unter der 1800er-Grenze und mit Ach und Krach und 2 Sekunden auf der Uhr konnte Kai die 40 Züge hinbekommen. Gut nach der Zeitkontrolle wurden seine Züge deutlich besser. Gegen den h-Freibauern und zwei Läufern hatte der generische Turm keine Chance mehr gehabt. Aufgabe.
3,5 – 0,5

Geschafft – mit 3,5-0,5 hatten wir die erste Hürde übersprungen. Steinhude ist immer eine Reise wert, nicht nur wenn man Schach spielen möchte.


1 Reply to "Pokal: Steinhude ist eine Reise wert"

  • Hans Joachim Spieker
    22. September 2016 (17:24)
    Reply

    Da hat der “Trainerwechsel” doch zur Überwindung des Pokaltraumas geführt,
    Glückwunsch


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